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Manager Berichte

Die Suche nach Leistung und Weiterentwicklung veranlasst die Unternehmen zunehmend zur Einführung von Projektorganisationen, deren Konfiguration eine immense Rollenvielfalt der verschiedenen Akteure mit sich bringt. Für mich als externer Akteur ist es bei der Leitung dieser Organisationsprojekte, ganz gleich ob im Zusammenhang mit Fusionen, Akquisitionen, Anpassungen oder wesentlichen Veränderungen, ganz besonders wichtig, meine Rolle auf Grundlage der bereits existierenden Stärken und Kompetenzen im Unternehmen zu definieren.

Da die wesentliche Komplexität dieser Projekte auf der Beziehungsebene angesiedelt ist und der Mandatsumfang immer auch Auswirkungen auf die bestehenden Organisationsstrukturen hat, ist es ebenfalls entscheidend, dass ich angesichts einer sich im stetigen Wandel befindlichen Gruppendynamik eine evolutive Rolle spiele. In diesem Sinne nehme ich stets eine vorschlagende Position ein und biete meinen Kunden multiple Auswahlmöglichkeiten, um ihnen ihre Entscheidungsbefugnisse zu lassen und meinerseits die ausgewählten Aktionsmodi und -kategorien umzusetzen.

Als wahre Kunst der Einflussnahme ermöglicht die Projektstruktur, deren Umsetzung und Koordination im Zusammenspiel mit den intern existierenden Potenzialen ich anbiete, die Steuerung von konsequenten Änderungs- und Umstrukturierungsprogrammen.

Unterstützt werde ich dabei von der Geschäftsleitung, deren Wunsch in einer Änderung der übergreifenden Prozesse besteht oder aber in der Einführung neuer kreativer Strukturen, die besser auf den Markt und die Kundennachfrage reagieren können.

Die Arbeit als Interim Manager besteht selbstverständlich erst einmal in unseren offensichtlichen Branchenkenntnissen und unserem Fachwissen, für die wir angeworben wurden; aber zudem sollte man Neugier, einen hohen Grad an Bescheidenheit sowie die Bereitschaft zum Teilen mitbringen und ein guter Zuhörer sein. Und zu guter Letzt muss man in der Lage sein, ein schnelles Vertrauensverhältnis zu seinem Kunden aufzubauen. Das bedeutet, sich in ein Umfeld zu integrieren, in das die Agentur uns vermittelt hat, und in dem sie sich bereits einen kompetenten Ruf erarbeiten konnte und, das sich gelassen auf die Umsetzbarkeit, die erwarteten Ergebnissen und das Verständnis um die Herausforderungen verlässt.

MPI nimmt in dieser Rolle eine Schlüsselstellung ein und unterstützt den eingesetzten Manager mit der umfassenden professionellen Qualität, die wir bei der erfolgreichen Ausübung unserer Funktionen benötigen.

Ich habe bereits in meiner Zeit als Personalleiterin Interim Management eingesetzt. Eines Tages hat mir die Vermittlungsagentur, mit der ich zusammen gearbeitet habe, ein Mandat angeboten und ich bin „zur anderen Seite“ übergewechselt.

Ich erinnere mich an ein besonders interessantes Mandat bei einem Automobilhersteller, der eine Straffung seiner Sozialpolitik anstrebte: ein erst kürzlich eröffnetes Werk (4 Jahre) und extrem schnelle Stellenbesetzungen ohne fachliche Kompetenzen im Personalwesen, eine Begleitung und Coaching des Managements in Bezug auf die Führungsfunktion und Teamleitung. Es hat sich eine wahrhaftige Zusammenarbeit mit dem Kunden eingestellt

Mit den meisten Mandaten in meiner Zeit im Interim Management (an die zehn innerhalb von 10 Jahren) konnte ich meine professionellen Erfahrungen ausbauen. Sie haben zur Diversifizierung meiner Fachkenntnisse sowohl im Personalwesen als auch auf dem Gebiet unternehmerischer Tätigkeiten beigetragen. Eine Erfahrung, die auch im menschlichen Bereich extrem bereichernd für mich war.

Meine Verhältnis zu MPI: Ich habe 2003 eine „junge Agentur“ kennengelernt und eine besonders starke Beziehung zu einem ihrer Gesellschafter aufgebaut. Durch den Umgang mit jedem Mandat, jeder Schwierigkeit und jedem Erfolg konnte ich meine professionellen Erfahrungen ausweiten und wahre professionelle aber vor allem menschliche Verbindungen aufbauen.

Ich bin ab 2010 durch das Aufeinandertreffen mehrerer Umstände zum Interim Management gekommen, selbst wenn ich gedanklich bereits 2007 diesen Weg eingeschlagen hatte. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich meinen beruflichen Werdegang nur schwer in das Regelwerk einer festen Struktur mit seiner Schwerfälligkeit, seinen internen Fronten und seinen Berechnungen einbinden konnte.
Der Einsatzgedanke steckte nach einem langjährigen Dienst in der Bundesmarine bereits in meinen Genen; die notwendige schnelle Anpassung an eine gegebene Situation in Rekordzeit zur Durchführung dieses Einsatzes ebenso.
Seitdem setze ich mit Leidenschaft meine anerkannten Fähigkeiten im Interim Management ein. Neben meinem, übrigens vollkommen befriedigten, Geschmack für immer neue Herausforderungen kann ich so auf genau den Ebenen Verantwortung übernehmen, die mir entsprechen und dabei einen korrekten Lebensstandard beibehalten.
Selbstverständlich bringt der Beruf auch Belastungen mit sich: die Unsicherheit ist groß und man muss in der Lage sein, Zeitspannen zwischen den Mandaten zu ertragen, die immer schwierig sind und einige Monate bis zu mehr als einem Jahr andauern können.
Im Laufe dieser Jahre kann ich mich ganz besonders an ein Mandat erinnern, und nicht nur weil es das letzte auf meiner Liste ist. Ich kam als Geschäftsleiter und Prokurist zum Einsatz.

Dieses Mandat wurde innerhalb eines Zeitrahmens von 17 Monaten im Ausland abgewickelt, in einem schwierigen Umfeld; und war ganz besonders spannend, da es sich um eine Mischung aus sozialen, politischen, kommunikativen und operativen Aufgaben handelte. Kurzum, es ging um die provisorische Schließung der Filialen einer europäischen Gruppe in einem Land auf dem afrikanischen Kontinent. Dieses Mandat erforderte seitens des Geschäftsführers Verhandlungskapazitäten auf höchster Staatsebene des Gastlandes, die Durchführung eines Sozialplans und die Evakuierung von Personal und Ausrüstung aus einem Bürgerkriegsland.

In diesem Beispielsfall musste der Interim Manager auf die gesamte Bandbreite der dieser Branche eigenen und nicht alltäglichen Qualitäten zurückgreifen: schnelle Eingewöhnung, sofortige operative Übernahme vor Ort mit parallel geführten Analysen der Problematik, Studien und Präsentationen der Aktionspläne auf Ebene der europäischen Gruppe und der Direktoren der Filialen.

Schlussendlich muss der Interim Manager folgende Fähigkeiten mitbringen:

  • Schnelle Vorbereitung eines Mandats beim Auftraggeber,
  •  Genaue und schnelle Erhebung von Daten und Informationen vor Ort,
  •  Erstellen von Analysen und anschließende Erarbeitung von Aktionsplänen,
  •  Anpassung an Umfelder und Menschen, ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren, nämlich das Mandat und seine Zielvorgaben.

Das Mandat in meinem Beispiel war nicht nur erfolgreich, sondern es hebt auch ganz hervorragend hervor, was jedem, der in diesem Beruf tätig ist, bewusst ist: das Mandat wird nur zu einem Erfolg, wenn zwischen der Vermittlungsagentur und dem Manager vor Ort eine starke und kontinuierliche Verbindung besteht, mit regelmäßigen Kontakten und Bestandsaufnahmen.
Die Interim Managementagentur fungiert hier für den Manager vor Ort als „Risikoversicherung“, da er mit ihr einen globalen Blick auf das Mandat wie auch auf den Auftraggeber behält.

In dieser Hinsicht war die Verbindung zur Agentur MPI executive ganz besonders eng. Neben der bereits beschriebenen notwendigen Professionalität sticht diese Agentur durch ihren menschlichen Ansatz gegenüber „ihren“ Managern hervor, der in der Branche außerordentlich geschätzt wird: Denn MP sieht „seine“ Manager als talentierten Rennstall an. Ihre Talente werden an die Agentur gebunden und ihre Weiterentwicklung unterstützt. Dieser Leitgedanke kann jedoch nur in die Tat umgesetzt werden, wenn die Übereinstimmung zwischen Agentur und Manager vollkommen ist und die Entwicklung einer permanenten Verbindung ermöglicht.